Die Frage von wunderwichtel war: "Wenn ihr zum Einsatz kommt, vor dem rd, wie erklärt ihr, wer ihr seid und was ihr hier macht?" Darauf bezog sich, dass erfahrungsgemäß schlicht "Wo muss ich hin?" vollkommen reicht.
Die Idee und der Erfolg der Ersthelfer-Systeme liegt genau darin, dass es eben nicht Erklärungen, Legitimationen, spezielle Bekleidung usw. braucht - sondern einfach nur so schnell wie möglich HDM. Deshalb kann sich z. B. in Berlin auch jeder Bürger (ich glaube ab 18 Jahren) ohne Einweisung, Ausrüstung, spezielle Bekleidung oder Vorgaben unkompliziert bei KATRETTER registrieren.
Natürlich sollte sich jeder Ersthelfer unbedingt so verhalten, wie es für ihn am besten passt und wie er sich am wohlsten fühlt. Die Erfahrung zeigt: Man muss sich nicht viel Kopf machen. Wenn man an der Tür klingelt, wird man als Helfer bereits erwartet, die Angehörigen sind froh, und man braucht sich nur den Weg zeigen zu lassen. Das ist meine Erkenntnis aus knapp 40 KATRETTER-Einsätzen. Den Einsatzausweis aus der App musste ich z. B. noch nie einsetzen.
Der Unterschied zwischen "Feuerwehr" und "von Feuerwehr geschickt" ist eine sprachliche Nuance, die der Laie, der die Feuerwehr gerufen hat, kaum registriert - er hat nur eine Erwartung: Leben retten. Sollte es im weiteren Einsatzverlauf zu Missverständnissen kommen, kann man sie schnell aufklären: "Ich bin Ersthelfer, war gerade in der Nähe, der Rettungsdienst ist auch gleich hier. Bis dahin helfe ich."
Das Procedere als Ersthelfer dem RD oder anderen Kräften gegenüber ist ein anderes Thema, nach dem wunderwichtel nicht gefragt hatte.
Liebe Ersthelfer, lieber wunderwichtel, das Entscheidende sind nur Eure Hände und Eure Bereitschaft! Bei einem Kreislaufstillstand kann man nur einen Fehler machen: Nichts tun. Über alles andere muss man sich keine großen Gedanken machen - außer sich selbst oder andere nicht in Gefahr zu bringen.